Donnerstag, 09. August 2018

PWW-Tester Bericht - Traumpfade

Wandern an der Mosel. Maren zieht ein Fazit nach drei Tagen auf den Traumpfaden.

Die Bewerbung war raus. Von jetzt an war warten angesagt. Und kurze Zeit später kam sie: die Zusage! Wir waren ausgewählt, die schönsten Wanderwege des Rhein-Mosel-Eifel Gebietes zu testen. Von da an verging alles im Flug. Das Hotel wusste Bescheid, die Empfehlungen der schönsten Wanderwege eingeholt und die Routen berechnet. Also konnte unsere Reise starten. 


Tag 1: Eltzer Burgpanorama 

Mit "schwieriger Weg" ausgewiesen, vier Stunden sind angesetzt.

Es beginnt an einem Freitagmorgen. Der Tank ist voll, der Coffee-to-go- Becher ist bis zum Rand gefüllt und das Navigationssystem hat den Weg berechnet. Raus aus dem Ruhrgebiet – in die schöne Pfalz. 

Mit einem kleinen, aber sehr empfehlenswerten Abstecher an der Geierlay-Brücke vorbei, war unser erstes Ziel ins Auge gefasst: die Burg Eltz

Schon bei der Anfahrt lässt sich nur erahnen, welche Panoramen man zu erwarten hat. Mit dem Shuttlebus, welcher im Minutenrhythmus  von dem Parkplatz startet, sind wir in Nullkommanichts zur Burg Eltz chauffiert worden. Während der Fahrt haben wir schon die ersten schönen Ausblicke genießen dürfen. Hier lässt sich der Shuttlebus jedoch eher für den Rückweg zurück zum Parkplatz empfehlen da sich der Aufstieg als sehr steil und anstrengend erwiesen hat. Vor allem, wenn man die Wanderung bereits hinter sich hat. 

Doch, starten wir von Anfang an. Bevor wir die Wanderung antreten, haben wir an einer Führung der Burg Eltz teilgenommen. Eine sehr beeindruckende Burg – sowohl von außen als auch innerhalb der Mauern. Während der kurzweiligen und interessanten Führung bekommt man einen Einblick in alle gesellschaftlichen Schichten des Mittelalters – vom großen Rittersaal bis hin in die kleinsten Schlafräume.

Anschließend begeben wir uns auf die erste Wanderroute. Am Fuße der Burg finden wir direkt die ersten Schilder welche uns den Weg des Eltzer Burgpanoramas weisen. Für besonders warme Tage bietet zu Beginn der kleine Fluss, welcher parallel zum Weg fließt eine Abkühlung an, bevor man sich anschließend in den schattigen Wald begibt. Die ersten 2,5 Kilometer geht es parallel zum Fluss relativ lange und ohne große Aufstiege durch den Wald. Man könnte zu der Vermutung kommen, dass die Einstufung dieser Wanderung „schwierig“ ein Missverständnis ist. 

Doch nachdem man mithilfe einer kleinen Brücke den Fluss überquert hat merkt man, dass es bei dieser Wanderung in kürzester Zeit weit und auch steil nach oben geht. Ungefähr 30 Minuten kämpften wir mit dem steilen Anstieg. Kaum oben angekommen sind alle Anstrengungen vergessen, denn die Aussicht auf die weiten, grünen Wälder und das Panorama der Landschaft lässt uns für einen kurzen Moment innehalten. 

Wieder zu Kräften gekommen geht es weiter. Wir genießen im Laufe des weiteren Weges die Aussicht von den großen Weiten über Wiesen und Felder bis man schließlich das kleine Örtchen Wirschen erreicht. Von hier aus geht es wieder zurück in den nächsten Wald, welcher uns immer wieder schöne Panoramen bietet. Kleine Lichtungen und weite Aussichten versüßen den Weg bis man wieder die Burg Eltz erreicht. Da wir die Wanderung recht spät angetreten sind, hatten wir Glück und konnten die prunkvolle Burg im Lichte der Abendsonne bestaunen. Allein dies ist einen Ausflug wert. 


Tag 2: Hatzenporter Laysteig

Völlig zu Recht nominiert für den schönsten Wanderweg 2018!

Unser zweiter Tag beginnt mit dem Start der Route am Hatzenporter Bahnhof. Nach kurzer Zeit verlassen wir die geteerten Wege und begeben uns direkt bergauf in die Weinberge. Nach schnellem bergauf landen wir eh wir uns versehen direkt in den Weinbergen. Durch die Reben laufen wir entlang des weiten Panoramas der Mosel. Die kleinen Pfade durch die Weinberge wirken sehr besonders und die außergewöhnlichen Wege wecken die Abenteuerlust. Es hatte den Anschein, die Highlights des Traumpfades gerade erlebt zu haben: wunderschöne Wege, die unglaublichsten Panoramen inmitten von Weinbergen, jedoch hält der Pfad noch weitere schöne Momente bereit. Die Wege führten immer weiter hinauf, über kleine Trampelpfade und Treppen, bis man schließlich den ersten Aussichtspunkt erreicht, welcher zum Erholen einlädt. Bequeme Bänke und eine wunderschöne Aussicht auf die Mosel haben uns auf dem Aussichtspunkt erwartet - Zeit für eine Brotzeit und zum Durchatmen. Bei schönster Aussicht.

 

Weiter geht es durch das Schlumpftal. Durch Buchen- und Eichenwälder geht es weiter zunächst wieder etwas bergab, bevor man schließlich wieder an Höhe gewinnt und über Felder und Wiesen Ausblicke genießen kann. Kirschbäume geben die Gelegenheit zur kleinen Stärkung sowie ein Fluss zur Abkühlung bis man dem nächsten Anstieg in Angriff nimmt. 

 

Und der nächste Anstieg hat es in sich. Es geht lange und weit durch den Wald hinauf – ein Aufstieg, der nicht zu unterschätzen ist. Ebenso, wie die verdienten Aussichten, die man genießen darf, wenn man ihn geschafft hat.

Jetzt heißt es: Aussichten genießen. Schon wieder. Ohne Anstiege. Von nun an ist genießen und durchatmen angesagt. Unauffällig und stetig geht es bergab, bis man schließlich wieder am Bahnhof Hatzenport ankommt.Aufgrund der unterschiedlichen und vielseitigen Wege ist festes Schuhwerk empfehlenswert, sowie Insektenspray. Aufgrund der Wiesen und Felder gab es zum Teil Angriffe von Stechmücke die wir mit einem wirkungsvollen Insektenspray sicherlich leichter und angenehmer gewonnen hätten. 

 


Tag 3: Traumpfädchen Moseltraum

Da wir noch eine etwas weitere Heimreise antreten mussten, haben wir uns für den letzten Tag eine etwas kürzere Route ausgeguckt. Am Tag der Abfahrt begeben wir uns schließlich noch auf ein kleines Traumpfädchen. Entlang eines Waldes geht es bergauf, bis man auch hier nach nur kurzer Zeit oberhalb der Weinberge einen schönen Ausblick genießen darf. Auch hier gibt es einen Aussichtspunkt, welcher zum Kraft sammeln einlädt. 

Vorbei an Pferdefarmen geht es anschließend wieder durch einen Wald zurück. Alles in allem ist es ein gut geeigneter Weg, um sich vor einer bevorstehenden Heimreise noch schnell die Beine zu vertreten. Wir würden das Pfädchen allerdings auch als Einstieg in den Wanderurlaub an der Mosel empfehlen, da er leicht und angenehm zu wandern ist. Perfekt, um sich auf die Traumpfade, die mehr Herausforderung bereithalten einzustimmen oder für einen kurzen Tag, wenn man die An- oder Abreise einkalkulieren muss.


Fazit:

Die drei Tage an der Mosel vergingen wie im Flug. Wir wurden bei der Anreise herzlichst von dem Personal des Hotel Lellmann in Löf begrüßt und hatten für die Zeit eine wundervolle Unterkunft mit Verpflegung und kleinen Aufmerksamkeiten. Die Lage des Hotels ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Von hier aus erreicht man alle Wanderwege in wenigen Autominuten. Ebenfalls sehr positiv zu bewerten ist die Lage direkt an der Mosel. 

Empfehlenswert für einen Urlaub an der Mosel ist ebenfalls eine Weinprobe bei dem Weingut Anton Hammes. Mit Leidenschaft und Herzblut erzählt der Mann des Familienbetriebes über die Besonderheiten des Anbaus, des Geschmacks und der verschieden Sorten.  Nicht unweit des Weingutes sind direkt die eigenen Trauben angebaut. Das bedeutet natürlich, dass eine Wanderung durch die Weinberge nicht fehlen darf. Wann hat man schließlich die Gelegenheit, sich die Trauben, welche man am Abend vorher gekostet hat, auch direkt von Nahem anzuschauen. 

Für die schöne Zeit und die Gelegenheit diese Wanderwege dieser Umgebung zu testen möchtet wir uns herzlichst bedanken. Wir hatten drei tolle Tage mit einmaligen Aussichten und Panoramen, anspruchsvollen und abwechslungsreichen Wanderwegen, bei bestem Wetter und Sonnenschein. Es hätte nicht besser sein können. Unser Favorit der Wanderwege ist der Hazenporter Laysteig. Wir hoffen, dass der Traumpfad als schönster Wanderweg 2018 gekrönt wird und drücken die Daumen! 

Schatten